SePIA: Szenarien-basierte Plattform zur Inspektion Automatisierter Fahrfunktionen

Im Rahmen meiner Arbeit am Lehrstuhl für Kraftfahrzeugtechnik der TU Dresden beschäftige ich mich in mehreren Projekten mit der Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen. Eines davon ist SePIA (Szenarien-basierte Plattform zur Inspektion Automatisierter Fahrfunktionen), das von der europäischen Union gefördert wird und in dem eine Vielzahl von sächsischen Projektpartnern mit an Bord ist.

Hintergrund von SePIA ist, dass Fahrzeuge mit automatisierten Fahrfunktionen mindestens die Fahrfähigkeiten eines aufmerksamen menschlichen Fahrers erreichen müssen – und dies über ihre gesamte Lebenszeit hinweg. Das Hauptanliegen von SePIA ist es deshalb, eine Szenarienplattform mit Realfahrszenarien zu schaffen, die aus Unfalldatenbanken, Unfallrekonstruktionen sowie Naturalistic Driving Studies (NDS) gewonnen werden. Mithilfe der Plattform können dann hochautomatisierte Fahrfunktionen hinsichtlich ihrer Funktionstüchtigkeit sowohl bei der Entwicklung als auch z.B. bei einer späteren Hauptuntersuchung beurteilt werden. Eine Besonderheit ist dabei, dass die dargestellten Szenarien auch hinsichtlich ihrer (objektiven) Kritikalität sowie ihrer Repräsentativität für andere Regionen / Länder beurteilt werden sollen.

Mein Einsatzgebiet liegt nun vor allem in der Repräsentativitätsüberprüfung. Gemeinsam mit der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden wollen wir eine Methodik entwickeln, mit der wir die Gültigkeit der Plattform / des Szenarienkataloges für andere Gebiete und Länder ermitteln können – ein nicht triviales Unterfangen, da in der Plattform Stichproben / Daten aus unterschiedlichsten Erhebungen zusammengeführt werden.

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